Geschichte

Der Anfang:
1581 wird zum ersten Mal ein sogenannter „Schuelhalter“ urkundlich erwähnt.
1657 erhält die „Marktschule Lofer“ sogar einen „Schuelmaister“.

1668 fällt erstmals der Name „Schopper“ als Schulhalter, der später immer wieder unter den zahlreichen aufgezählten Schulhaltern erwähnt wird.
Deren Träger dürften wohl allesamt dem seit langem in Lofer ansässigen Bürgergeschlecht entstammt sein.

Oft sind die „Schuelhalter“ gleichzeitig auch Organisten, Mesner und Gerichtsprokuratoren in unserem Ort.

1784 wird von Erzbischof Graf Colloredo die „Normalschule“ eingeführt.
Salzburger Schulmänner werden ausgebildet und ein einjähriges Lehrerseminar wird gegründet, bis sich dann die „Neue Schulreform“ durchsetzt, ausgearbeitet von Franz Michael Vierthaler.

1802 kommt dann der erste seminaristisch ausgebildete Lehrer nach Lofer.
Die Schule erleidet schwere Rückschläge aufgrund der schrecklichen Kriege gegen die Franzosen und Bayern und verarmt zusehends.

1836 wird die Schule in Lofer zweiklassig, es wirken ein Schulmeister und ein Schulgehilfe.

1864 übersiedelt die Schule in das Haus der Rosenkranzbruderschaft. Es ist dort, wo heute das ehemalige Cafe Schopper seht. Zwei Klassen sind im ersten Stock des Hauses untergebracht.

1864–1896

1895 jedoch wird die neue Volksschule Lofer gebaut, da die Räumlichkeiten im alten Haus viel zu klein sind und

1896 wird das neue Haus feierlich eingeweiht. Schulleiter ist Herr Stephan Ecker, der in Folge 20 Jahre erfolgreich als Lehrer und Schulleiter in Lofer wirkt.
Er ist auch der Verfasser der umfangreichen „L o f e r e r
C h r o n i k“, sowie ein eifriger Heimat- und Geschichtsforscher.

Seit 1898 befindet sich in der Schule auch die gewerbliche Fortbildungsschule als Pflichtschule für alle Lehrlinge.
Der Unterricht findet aber nur an Samstagabenden und am Sonntagvormittag statt.

1896–1951

Bis 1926 wirkt dann Oberlehrer Karl Scheurecker als Schulleiter und Organist an der Schule. Ihm wird dann erstmals der Titel „Direktor“ verliehen, als Anerkennung für seine Verdienste.

1937 übernimmt dann Oberlehrer Matthias Pichler die Leitung, nachdem sein Vorgänger, Oberlehrer Schellhorn, plötzlich verstarb.

Oberlehrer Pichler wird später für Kriegsdienste eingezogen, übernimmt aber

1945 wieder die Leitung der Schule.

Neue Fußböden werden eingebaut, sogenannte XYLOLITH-Böden und die Klassen erhalten neue Wandtafeln. Drei Klassen befinden sich im Schulhaus und ein Handarbeitszimmer, das früher auch als Schulküche Verwendung fand, wird zum Schulraum umfunktioniert.

Aufgrund ständig steigender Schülerzahlen wird neuerlich eine Klassenteilung notwendig und die Volksschule Lofer wird 1947 fünfklassig. Ein Raum im Dachboden wird dafür ausgebaut.

1950 liegt die Gesamtschülerzahl bei 200 Kindern, auch die 5. Klasse muss wieder geteilt werden und die Schule ist nun sechsklassig.

Im Durchschnitt sitzen also 33 Kinder in jeder Klasse.
Da im Schulhaus kein Platz mehr für eine weitere Klasse ist, siedelt die 2. Klasse in das neu errichtete Feuerwehrhaus und zwar ins Musikprobezimmer im 1. Stock.

Inzwischen wird allerdings schon mit dem Erweiterungsbau für vier neue Klassenzimmer begonnen.

1951, am 30. September, findet die feierliche Einweihung des Neubaus gemeinsam mit der Einweihung des neu errichteten Rathauses und dem 70-jährigen Bestandsjubiläum der Feuerwehr Lofer statt.
Es ist dies ein sehr eindrucksvolles Fest für unsere Marktgemeinde.

1948 wird der Leiter der VS-Lofer, Herr Oberlehrer Matthias Picher, von Lofer an die VS-Maishofen versetzt.

Nun erhält die VS-Lofer einige provisorische Leiter, bis

1950 Herr Oberlehrer Franz Scherkl die Leitung übernimmt.

Im Gebäude befinden sich alle 4 Klassen ( und Schulstufen) der Volksschule, aber auch die 5.-8.Schulstufe gemeinsam in einem Klassenraum.

Auch die Hauptschulklassen befinden sich im gleichen Gebäude und es herrscht extreme Platznot.

1951

Erst im Schuljahr 1957/58 ist diese Raumnot behoben, da die Hauptschule in ihr neu erbautes Gebäude beim Friedhof wechselt.
Die Dachbodenklasse wird für den Unterricht der „Landwirtschaftlichen Berufsschule“ zur Verfügung gestellt.

Am 14. September 1958 wird die neue Hauptschule feierlich eingeweiht, trotzdem können die Schüler und Schülerinnen auch weiterhin die 5.- 8. Schulstufe in der Volksschule besuchen.

Auch einen „Saisonkindergarten“ beherbergt die Schule. Er befindet sich im Dachbodenraum und findet während der Ferien statt.

Ab dem Schuljahr 1961/62 gibt es in der VS-Lofer eine neu errichtete „Sonderklasse“ für Kinder mit Lernschwächen aus Lofer, St. Martin, Unken und Weißbach, die dann über viele Jahre von Frau VOL Rosa Astleithner geführt wird.

Herr Direktor Franz Scherkl ist Schulleiter bis zum Jahre 1976/77.

Ihm folgt dann Herr VL Ferdinand Schmiderer als Leiter der Schule nach.

Im Jahre 1983 übernimmt Direktor Kurt Pühringer die Leitung der Schule bis zu seinem plötzlichen Tod im Dezember 2008.

Als stellvertretende Leiterin übernimmt Frau VOL Christine Friedl bis zum Ende des Schuljahres 2008/09 die Leitung.

Seit dem Schuljahr 2009/10 leitet Frau VOL Angela Lassacher die Volksschule Lofer.

Heute

Geschichtstafel Volksschule Lofer

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